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Erst das Bundesland, dann die Liste.

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Was sich beim Umzug in ein anderes Bundesland ändert

Wer von Köln nach Kiel zieht oder umgekehrt, fragt sich zu Recht, ob dieselben Anbieter weiter offenstehen. Bei Slots, Sportwetten und Poker lautet die Antwort ja, bei Tischspielen nein. Dieser Text zeigt, woran das liegt und was der Umzug an deinem Spielkonto tatsächlich berührt.

Die Erlaubnisse, die den Alltag der meisten Spielenden bestimmen, erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale. In ihrem Register steht bei diesen Einträgen als Vertriebsgebiet das Wort länderübergreifend, und dieses eine Wort beantwortet die Umzugsfrage bereits: virtuelle Automatenspiele, Sportwetten und Online-Poker sind in Duisburg genauso erlaubt wie in Dresden.

Ein Wechsel des Wohnsitzes innerhalb Deutschlands schaltet dir also nichts frei und nimmt dir nichts weg. Das Konto bleibt, der Anbieter bleibt, die Regeln bleiben. Der Anbieter muss die gespeicherten Daten ohnehin in Abständen bestätigen lassen, eine neue Anschrift gehört dort hinein, aber sie versetzt dich nicht in ein anderes Rechtsregime.

Es gibt eine zweite Erlaubnisart, und sie folgt einer anderen Logik. Online-Casinospiele meinen die Bankhalterspiele, also Roulette, Black Jack und Baccara. Zuständig ist hier nicht die Behörde in Halle, sondern die Glücksspielaufsichtsbehörde des jeweiligen Landes, und im Register trägt fast jeder dieser Einträge als Vertriebsgebiet ausschließlich Schleswig-Holstein. Die einzige Ausnahme, die dort auftaucht, gehört zum Onlineangebot der bayerischen Spielbanken.

Für den Umzug heißt das: Wer aus Lübeck an den Rhein zieht, verliert den Zugang zu genau diesem Teil des Angebots, obwohl sich am Anbieter nichts geändert hat. Umgekehrt öffnet sich der Zugang, wenn der Wohnsitz in den Norden wandert. Nicht das Haus zieht die Grenze, sondern das Vertriebsgebiet in seiner Erlaubnis.

Das monatliche Einzahlungslimit aus § 6c des Glücksspielstaatsvertrags gilt für dich als Person und über alle erlaubten Anbieter hinweg. Die zentrale Limitdatei LUGAS führt diesen Stand, unabhängig davon, in welcher Stadt du gemeldet bist.

Genauso verhält es sich mit einer Sperre im OASIS-Register. Sie hängt am Menschen und nicht am Meldeamt, und ein Umzug hebt sie nicht auf. Wer darauf gehofft hat, sollte es gleich abhaken.

Was der Umzug wirklich anfassen kann, ist die Bankverbindung. Ändern sich Zahlungs- oder Kontodaten, müssen sie neu verifiziert werden, und bis dahin darf ausschließlich auf die vorher hinterlegten Daten ausgezahlt werden. Wer mit dem Umzug die Bank wechselt, legt eine geplante Auszahlung besser vor die Umstellung.

Auf gluecksspiel-behoerde.de steht die Übersicht der erlaubten Anbieter. Suche dort nach der Domain, die du im Browser aufrufst, nicht nach dem Markennamen, und sieh dir zwei Spalten an: Zuständigkeit und Vertriebsgebiet. Steht dort länderübergreifend, spielt dein Bundesland keine Rolle. Steht dort ein Landesname, spielt es die entscheidende.

Die Liste wird anlassbezogen und mindestens einmal im Monat aktualisiert. Ein Screenshot von vor einem halben Jahr ist deshalb kein Beleg, ein Ausdruck erst recht nicht.